Der Komondor
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Warum gerade ein Komondor?
Ja, warum haben wir uns gerade für einen Komondor entschieden? Die eigentliche Faszination begann vor über 30 Jahren - in einem Hundebuch stach mir ein Hund ins Auge, der groß und mächtig war. Bodenlange weiße Schnüre bedeckten seinen ganzen Körper. Auf Anhieb war nicht erkennbar, wo hinten und vorne war bei dem Tier. Als Rasse war Komondor - ungarischer Hirtenhund - angegeben. So einen Hund hatte ich noch nie gesehen. Sein Äußeres beeindruckte mich tief. Doch wie das im Leben so ist, das Buch und der Hund gerieten im Laufe der Jahre in Vergessenheit.
Als dann endlich die Bedingungen, Zeit und Platz, gegeben waren, kam die Erinnerung an besagten Hund wieder hoch. Und wir waren uns schnell einig, ein Komondor muss her.
So schnell der Gedanke gefasst war, so schwer war es, einen dieser in Deutschland seltenen Hunde zu bekommen.
Unsere Anfragen gingen bis nach Ungarn und nach längerem Suchen wurden wir fündig: Sina zog in unseren Haushalt ein. Sie kam, sah und siegte.

„Das Wollknäuel eroberte im Sturm unser Herz und allerhand Lieblingsplätze im Haus.”
Inzwischen hat sich aus dem süßen Wuschelhund eine stattliche Komondordame entwickelt, die uns täglich mit ihrem charmanten Sturkopf verzaubert und uns manchmal mit der lautstarken Verteidigung unseres Grundstückes in die Verzweiflung treibt. Doch gerade diese Ecken und Kanten machen den Komondor aus. Wir haben einen eigenständigen Hund gesucht und bekommen. Bisher haben wir es keine Sekunde bereut, uns für diese Rasse entschieden zu haben.
Resümee
Über fünf Jahre später erlauben wir uns ein kleines Resümee über ein Leben mit einem, oder besser gesagt, nun mit zwei Komondoren zu ziehen. Ich denke wir dürfen das durchaus, da beide Hunde aktiv an unserem Leben teilhaben und ihr Dasein nicht im Zwinger verbringen und nur zu Ausstellungen "ausgepackt" werden. Sina und Asari sind sehr wichtige Säulen in unserem Leben: Wenn Besuch kommt, dann ist es erst einmal der Besuch unserer Hunde. Die lieben entgegen vieler Aussagen über Herdenschutzhunde, Menschen, auch Fremde.
Aber das Kennenlernen neuer Besucher muss immer an gewisse Rituale gebunden sein.
Beide lieben auch Autofahrten, ganz besonders in Richtung Erholung. Sina hat uns bereits auf vielen Reisen (Frankreich, Italien/Südtirol, Österreich, Ungarn, Deutschland) begleitet, Asari hat auch schon eine Reise in die Normandie und nach Ungarn hinter sich. Beide kennen das erkunden von Städten, sind auf Ausstellungen vertreten und pflegen den Umgang mit Hunden, die sie mögen. Wir unternehmen täglich Spaziergänge, da wir es für wichtig empfinden, dass Sina und Asari auch Außenreize erleben. Wir durchforsten auf Wanderungen den Pfälzer- und Odenwald, besuchen Freunde, gehen in Restaurants (unter Vorbehalt, dass die Hunde einen ruhigen Rückzugsort haben) und und und...
Wer jetzt denkt, ach die Komondore sind halt wie andere Hunde, liegt komplett daneben. Ein Komondor wird nie wie ein "anderer Hund" sein. Oft werden sie als Hütehunde tituliert. Falsch!!! Denn Hütehunde folgen Kommandos, das tut ein Hirtenhund nie, er entscheidet selbstständig, oft auch unter lebensbedrohenden Vorzeichen (zum Beispiel Angriff durch Wölfe), wie er seine Herde oder sein Territorium zu schützen hat. Würde er sich darauf verlassen, dass ihm jemand eine Anweisung gibt, wäre die Herde eliminiert, sein Territorium bedroht. Jetzt kommt garantiert die Aussage, wo gibt es noch Wölfe!?! Stimmt, im Moment noch recht wenige. Doch das ändert am Wesen des Komondors wenig. Zwar bewachen die meisten Hirtenhunde keine Herde mehr, aber was einem Hund lange angezüchtet wurde, festigt sich in seinen Genen. Diese Charakterzüge bleiben bis heute erhalten.
Auch wenn sie einen wachsamen Pudel, einen sturen Collie oder einen eigenartigen Schäferhund hatten, diese Hunde, waren und sind keine Komondore.

Wenn Sie ein solches Zottelvieh ihr Eigen nennen wollen, müssen Sie immer auf der Hut sein. Sie müssen mehr wie ihr Hund sehen, viel Kraft haben, um ihn in Situationen, wo er anderer Meinung ist wie Sie, halten zu können (leichte Koms wiegen 45 kg).
Sie müssen über den Dingen stehen (Aussagen: der arme Hund mit dem Fell. Dem ist garantiert warm). Sie müssen darauf gefasst sein, dass ihr Hund keine anderen Hunde mag. Sie müssen ansatzweise erahnen können, wie es in einem Restaurant zugeht, wenn ein fremder Hund nach ihrem Komondor den Raum betritt. Distanzen zu ihrem Teller von über zwei Meter sind dann normal (falls sie den Hund am Stuhl festgebunden haben), Tische, die den Standort und das Höhenpotzential (falls sich ihr Hund darunter befindet) wechseln können durchaus vorkommen. Und!?!? Ihre Mitmenschen werden das ganz sicher nicht lustig finden.
Jetzt fragen Sie sicher, wie kann man so ein Tier toll finden?
Tja, diese Frage kann ich nur für uns beantworten. Wir suchten einen tierischen Partner, der nicht 24 Stunden am Tag unterhalten werden will, dem nicht dieses "Ich will Jedermanns-Liebling-Sein-Syndrom" anhaftet, sondern einen Lebensbegleiter mit Ecken und Kanten, der weiß, was er will, der sich nicht anbiedert, sondern seine Eigenständigkeit bewahrt und der aufgrund seiner Ursprünglichkeit nicht dazu taugt, ein "Massenprodukt" zu werden. Wir haben den Schritt zum Komondor vielleicht manchmal angezweifelt, aber garantiert nie bereut.
Fellpflege beim Komondor
Häufig werden wir gefragt: “Wie pflegt man so einen Hund?” Nun, der Pflegeaufwand eines Komondors hält sich in Grenzen, ist nach der Verzottelung sogar sehr gering. Anfangs wird der Junghund viel gestreichelt und mit gespreizten Fingern durchs Fell (mit dem Strich) gefahren, so gewöhnt sich der Hund nicht nur schnell daran, wenn an ihm gearbeitet wird, er genießt es sogar. Wenn die Verfilzung nach circa einem Jahr einsetzt, wird das Fell gerissen und wächst so in Zotten weiter. Täglich sollte dem Komondor nach dem Fressen der Fang mit einem feuchtem Tuch abgewischt werden. Zudem ist es von Vorteil, ihn schon früh daran zu gewöhnen, die Füße, mit klarem Wasser abzuspülen und anschließend mit Handtüchern trocken zu frottieren. Wir raten, das Fell nie mit Shampoo, sondern immer nur mit klarem Wasser zu reinigen. So behält es seine natürliche Fettschicht und verschmutzt nicht so schnell. Dadurch, dass der Komondor keine Haare verliert und nicht gebürstet werden muss, ist die Pflege bei weitem nicht so zeitintensiv wie bei vielen anderen langhaarigen Rassen. Im Gegenteil, wir genießen es, einmal im Monat Zotten zu reißen, statt täglich Haare zu bürsten.


Zwei haben den "Durchblick"
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Ein Kom ist schon toll, aber drei sind  unschlagbar
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Durch nichts zu erschüttern
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Zwei haben die Ruhe
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Wollknäuel wird Komondor
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